Ein Ort bewegten Lebens
Die Mühle von Rosmadec

Die Mühle von Rosmadec liegt in einem kleinen bewaldeten Tal, etwa drei Autominuten von Telgruc-sûr-Mer entfernt, zwischen den beiden kleinen Weilern Rosmadec und Rostegoff. Von einer schmalen, wenig befahrenen Straße führt ein Weg zur Mühle.

Sie diente bis zur Zeit der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts als Getreidemühle. Der Sohn des letzten Müllers, der als Kind noch in der Mühle gelebt hat, wohnt im benachbarten Weiler Rosmadec und kann viel über das Leben in diesem alten Gebäude erzählen. In den sechziger Jahren wurde das zwischenzeitlich verfallene Gebäude wieder hergerichtet und nach einem großen Anbau in den siebziger Jahren diente die Mühle den Einwohnern der Halbinsel und vielen anderen weit darüber hinaus als Nachtklub. Im Verlauf der Bauarbeiten habe ich viele Menschen, sogar ins Brest, kennengelernt, die selbst das "Baccara" häufig besucht haben. Es hat den Anschein, dass dieser Ort ein Garant für ein freudig bewegtes Leben war.

Als ich vor wenigen Jahren, wie so oft zuvor die kleine Straße entlang fuhr, das "à vendre"-Schild sah und kurz darauf vor dem leerstehenden Gebäude stand, war eines sofort klar: Dieser wundervolle Ort muss wieder zum Leben erweckt werden. Der Versuch, vernünftig, rational und wirtschaftlich zu denken und zu handeln, ist kläglich gescheitert zugunsten des Coup de Cœur.

Binnen kürzester Zeit hatte ich das große Glück, vor Ort die richtigen Menschen zu treffen, die das Projekt gemeinsam mit mir verwirklicht haben und nach wie vor unterstützen. Die Arbeit meines Innenarchitekten und des großen Teams konnte ich intensiv begleiten, dabei jede Entscheidung und jede Auswahl gemeinsam mit ihnen treffen. In der etwa anderthalbjährigen Bauphase ist so ein multifunktionaler Komplex entstanden, in dem sich Tradition und Moderne harmonisch miteinander verbinden.

Wir haben von einem Spezialisten aus der Ardèche das gesamte Mahlwerk und Mühlrad wiederherstellen bzw. restaurieren lassen. In vielen Arbeitsschritten hat er alles per Hand gefertigt.

Der ehemalige Nachtclub wurde an vielen Stellen geöffnet, so dass ein großer heller Saal mit einer professionellen Küche im Erdgeschoss und ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer im ersten Stock entstanden. Im ersten Geschoss befinden sich ein Bad, eine Toilette und ein Zimmer, in dem zwei bis drei Personen schlafen können. Über einen Treppenaufgang erreicht man einen separaten Holzanbau, in dem sich zwei weitere Doppelzimmer befinden. Von ihnen gelangt man hinaus auf eine große Holzterrasse, die über einen der beiden Mühlenweiher gebaut wurde. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die parkähnliche Anlage und das Wasser, das lebendiger Mittelpunkt des Geländes ist.

Bau
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Es gibt viele Menschen, denen ich für die Realisierung meines Traums danke.
Worte zum Dank

Danke an das große Handwerkerteam. Nicht nur die geleistete Arbeit ist hervorragend, es ist zu vielen von ihnen ein herzliches Verhältnis entstanden. Trotz der vielen Überstunden, die sehr oft geleistet werden mussten, war dies "die Baustelle der guten Laune" und das Miteinander geprägt von Freundlich- und Höflichkeit.

Mein ganz besonderer Dank gilt meinem Innenarchitekten Patrice Billant, der in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Trace das Projekt geleitet hat und der weit über das vertraglich festgelegte Maß hinaus voller Enthusiasmus und unerschöpflicher Energie für die Mühle gearbeitet hat. Die bretonisch-deutsche Zusammenarbeit war inspirierend, kreativ,  überaus amüsant und von gegenseitigem Vertrauen geprägt - kurzum: perfekt.

Das Wunderbare an der Presqu'île ist, dass man, wenn man ein paar Regeln einhält, mit offenen Armen empfangen wird und Freunde finden kann. Mehr als die Hälfte des Weges haben Sie schon geschafft, wenn Sie sich bemühen, Französisch zu sprechen und sei es noch so schlecht. Man begegnet Ihnen mit Engelsgeduld, Freude und einem betont langsamen Sprechen. Sobald Ihr Gegenüber aber zur Erkenntnis gelangt ist, dass Ihre Sprachfertigkeiten hinreichend positiv entwickelt wurden, sehen Sie sich mit der erstaunlichen Geschwindigkeit des gesprochenen Wortes konfrontiert. Ab diesem Zeitpunkt gelten Sie als ernstzunehmender Gesprächspartner. Sehr anstrengend in der Anfangsphase, außerordentlich hilfreich für das Erlernen der Sprache. Sollten Sie Hoffnungen hegen, man begegne Ihnen in deutscher Sprache, so sollten Sie diese sofort begraben. Englischsprachige Menschen dürfen etwas mehr Zuversicht hegen - wenn auch nicht wesentlich mehr!

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